Unsere Gründung
Alois und Kättche
Im Mai 1927 legten Bäckermeister Alois Adolf und seine Frau Katharina den Grundstein für unsere Bäckerei auf dem Wehrdener Berg. Die Konkurrenz war damals groß – zahlreiche Bäckereien prägten bereits die Umgebung. Umso wichtiger war es für Alois, sich von Beginn an mit außergewöhnlicher Qualität und Geschmack zu behaupten.
Mit großer Leidenschaft und handwerklichem Ehrgeiz arbeitete er wochenlang an seinen Rezepturen, bis sie seinen hohen Ansprüchen gerecht wurden. Viele dieser Originalrezepte bilden bis heute die Grundlage unseres Backhandwerks – und machen den unverwechselbaren Geschmack unserer Produkte aus.
„Alois und Kättche waren herzliche Menschen“, erinnert sich unser heutiger Geschäftsführer Guido Adolf an seine Großeltern. „Sie haben nie den Blick für die Bedürftigen verloren. Nach dem Zweiten Weltkrieg versorgten sie die Menschen im Dorf kostenlos mit Brot – damit niemand hungern musste.“
Diese Werte prägen unser Handeln bis heute.
Spitzenreiter der Innovation seit fast 100 Jahren
Anfang der 1940er Jahre entstand dieses besondere Foto: Alois Adolf (ganz rechts) zusammen mit der Wehrdener Fußballmannschaft. Der Sportplatz lag damals genau dort, wo heute die St.-Hedwig-Kirche steht – nur wenige Schritte von unserer Backstube entfernt.
Die Zeiten waren hart, und der Alltag verlangte den Menschen viel ab. Auch für die Sportler bedeutete das: Umziehen in eiskalten, unbeheizten Kabinen – besonders im Winter eine echte Herausforderung.
Doch genau hier zeigte sich, wofür unsere Familie bis heute steht: Mitdenken, anpacken und füreinander da sein.
Alois Adolph hatte eine außergewöhnliche Idee. Er ließ unterirdisch Leitungen von der Backstube bis zum Sportplatz verlegen – und nutzte die Wärme seines großen Ofens, um die Umkleidekabinen zu beheizen.
Was heute fast selbstverständlich klingt, war damals eine kleine Sensation. Für die Spieler bedeutete es Wärme, Komfort und ein Stück Lebensqualität in schwierigen Zeiten.
Diese Geschichte steht sinnbildlich für das, was uns seit Generationen ausmacht: Handwerk mit Herz, Verantwortung für die Gemeinschaft – und der Anspruch, mehr zu tun als nur Brot zu backen.
Toni & Ursula übernehmen den Betrieb
Die 60er, 70er & 80er
Der 27. Oktober 1956 war ein besonderer Tag: Das Saarland wurde Teil der Bundesrepublik Deutschland. Für Toni und Ursula Adolf wurde er jedoch aus einem ganz anderen Grund unvergesslich – an diesem Tag lernten sie sich auf einer Feier kennen.
Was damals begann, entwickelte sich zu einer gemeinsamen Lebensgeschichte. 1964 heirateten die beiden, und nur zwei Jahre später übernahmen sie die Bäckerei von Tonis Eltern.
Ursula arbeitete ursprünglich in der Frankreich-Abteilung bei Röchling – doch die Begeisterung für das Bäckerhandwerk ließ nicht lange auf sich warten. Mit Herzblut übernahm sie die Verkaufsleitung und wurde schnell zu einer prägenden Persönlichkeit des Betriebs.
„Diese Entscheidung habe ich keine Sekunde bereut“, sagt Ursula Adolf bis heute.
Und tatsächlich: Noch heute steht sie jeden Sonntag in unserem Stammgeschäft in Wehrden hinter der Theke – immer mit einem Lächeln und einem ofenen Ohr für ihre Kunden. Viele begrüßen sie mit den gleichen Worten: „Na Frau Adolf, geht’s Ihnen gut?“ Ihre Antwort ist seit Jahrzehnten dieselbe: „Solange ich meine Arbeit habe, geht’s mir immer gut!“
Doch ihr Engagement ging weit über die Bäckerei hinaus. Trotz ihrer täglichen Arbeit war sie viele Jahre ehrenamtlich in der Essensausgabe der Völklinger Tafel tätig – ein Einsatz, der großen Respekt verdient.
Toni Adolph verstarb im Jahr 2000 viel zu früh. Doch die Werte, die beide gemeinsam gelebt haben – Fleiß, Herzlichkeit und Verantwortung für andere – prägen unser Unternehmen bis heute.
Guido & Sonja übernehmen den Betrieb
Die 2000er
Unser heutiger Geschäftsführer Guido Adolf ist Konditor und Bäckermeister aus tiefster Überzeugung. Im Jahr 2000 übernahm er gemeinsam mit seiner Ehefrau Sonja den
Familienbetrieb – und führte damit fort, was Generationen zuvor aufgebaut hatten.
Mit viel Leidenschaft, handwerklichem Können und einem klaren Werteverständnis entwickelte er den Betrieb weiter, ohne dabei die Wurzeln aus den Augen zu verlieren.
Was uns bis heute besonders macht: Trotz mittlerweile sechs Fachgeschäften und einem großen Team entstehen unsere Backwaren noch immer dort, wo alles begann – in der Backstube, in der Alois Adolph vor fast 100 Jahren den Grundstein legte.
Ganz bewusst haben wir uns nie für industrielle Backhallen entschieden. Stattdessen stehen wir seit jeher für das, was uns seit 1927 ausmacht: echtes Handwerk, gelebte
Tradition und die Überzeugung, dass Qualität von Menschen kommt – nicht von Maschinen.
Regionalität, Zeit und bewährte, überlieferte Rezepte sind für uns keine Trends, sondern ein Versprechen.
Die 4. Generation
Mit Leon Adolf beginnt ein neues Kapitel in unserer Familiengeschichte – und gleichzeitig bleibt alles, was uns ausmacht, erhalten.
Seit 2025 führt er den Betrieb gemeinsam mit seinem Vater Guido Adolf und bringt dabei frische Ideen, neue Perspektiven und den Blick in die Zukunft ein. Aufgewachsen in der Bäckerei, hat er das Handwerk und die Werte unseres Familienbetriebs von klein auf verinnerlicht.
Leon steht für die Verbindung aus Tradition und Weiterentwicklung. Mit großem Respekt vor dem, was über Generationen entstanden ist, entwickelt er den Betrieb kontinuierlich weiter – ohne dabei die Wurzeln aus den Augen zu verlieren.
Sein Anspruch ist klar: Bewährtes bewahren und gleichzeitig neue Impulse setzen. Qualität, Regionalität und echtes Handwerk bleiben das Fundament – ergänzt durch moderne Ideen und ein Gespür für die Zukunft.
So wächst aus fast 100 Jahren Geschichte eine neue Generation heran, die Verantwortung übernimmt – und unsere Werte mit Überzeugung weiterträgt.